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Wazuh: Sicherheitsereignisse an einer Stelle erkennen und einordnen.

Wir bauen Wazuh auf, rollen die Agents per Ansible auf Ihre Server aus und stimmen die Regeln auf Ihre Umgebung ab. Schwachstellen, Konfigurationsabweichungen und auffällige Ereignisse landen an einer Stelle, statt verstreut in Logdateien.

Das Problem

Die Logs liegen auf jedem Server einzeln, und niemand sieht sie sich an. Von einer kritischen Lücke in der eigenen Software erfährt man durch eine Meldung von außen – oder durch Zufall. Ob die Server noch so gehärtet sind wie bei der Einrichtung, weiß keiner genau.

Unsere Lösung

Wazuh ist eine Open-Source-Plattform für Sicherheitsüberwachung. Ein Agent auf jedem Server meldet Ereignisse, Softwarestände und Konfiguration an einen zentralen Manager. Der wertet sie nach Regeln aus und zeigt, wo es brennt: welche Systeme bekannte Schwachstellen haben, welche von der Härtungsrichtlinie abweichen und wo sich kritische Dateien geändert haben.

Wir setzen Wazuh in unserer eigenen Infrastruktur und bei Kunden ein. Was wir Ihnen empfehlen, kennen wir aus dem täglichen Betrieb.

Was Wazuh prüft

Funktion Was Sie sehen Grenze
Schwachstellenerkennung installierte Software mit bekannten CVEs je System nur, was im Inventar erfasst ist; kein Ersatz für einen Penetrationstest
Härtungsprüfung (SCA) Abweichungen von CIS-orientierten Richtlinien ein bestandener Check ist kein Compliance-Nachweis für sich
Dateiintegrität (FIM) Änderungen an ausgewählten Dateien und Verzeichnissen nur sinnvoll für vorher festgelegte, wirklich kritische Pfade
Systeminventar Pakete, Betriebssystem, Netzwerkschnittstellen erfasst, was der Agent auslesen kann
Log-Auswertung sicherheitsrelevante Ereignisse aus System- und Dienstlogs nur angebundene Quellen liefern Sichtbarkeit
Automatische Reaktion definierte Gegenmaßnahmen, etwa eine IP sperren nur nach Test und Freigabe – falsche Regeln stören den Betrieb

Aufbau

ServerLinux, WindowsProxmox-HostsDocker-Hosts
Wazuh-Agentverschlüsselt an den Manager
Wazuh-ManagerRegeln und Auswertung
IndexerEreignisse und BefundeDashboardnur intern, Anmeldung per SSO
Alarm und Berichtan die vereinbarten Empfänger

Die Agents verbinden sich verschlüsselt mit dem Manager. Das Dashboard ist nicht aus dem Internet erreichbar, die Anmeldung läuft über Ihr Firmenkonto.

Aus dem eigenen Betrieb

Wazuh überwacht bei uns die Proxmox-Hosts, den Backup-Server, GitLab, NetBox, das Ticketsystem und weitere Dienste sowie Server unserer Kunden. Die Agents rollen wir mit Ansible aus und ordnen sie nach Kunde und Standort in Gruppen ein – dieselbe Zuordnung wie in NetBox. Die Agent-Version ist festgeschrieben und nie neuer als der Manager, damit ein Update nicht unbemerkt die Verbindung kappt.

So gehen wir vor

  1. Bestandsaufnahme – Welche Systeme, welche Logquellen, welche Risiken stehen im Vordergrund?
  2. Aufbau – Wazuh-Server bei Ihnen oder in unserem Rechenzentrum in Karlsruhe.
  3. Agent-Rollout – gestuft per Ansible, zuerst eine Pilotgruppe.
  4. Regeln abstimmen – Ausnahmen festlegen, Fehlalarme reduzieren, kritische Pfade für die Dateiintegrität bestimmen.
  5. Alarmwege festlegen – wer welche Meldung bekommt und was dann passiert.
  6. Betrieb – Updates, Pflege der Regeln und Auswertung nach Vereinbarung.

Servicezeiten

Alarme bearbeiten wir in unserer Servicezeit, montags bis freitags von 8:00 bis 17:30 Uhr. Bei schweren Sicherheitsvorfällen sind wir rund um die Uhr erreichbar, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Feste Reaktionszeiten legen wir im Vertrag fest.

Datenschutz

Logdaten können personenbezogene Daten enthalten, etwa Benutzernamen oder IP-Adressen. Vor dem Produktivbetrieb legen wir gemeinsam fest, welche Quellen angebunden werden, wer Zugriff hat und wie lange Daten aufbewahrt werden. Läuft Wazuh bei uns, schließen wir einen AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO ab.

Leistungsumfang

  • Architektur und Aufbau des Wazuh-Servers
  • Agent-Rollout per Ansible
  • Härtungs- und Schwachstellenprüfung
  • Regeln und Ausnahmen
  • Alarmwege
  • Updates und laufende Pflege
  • technische Nachweise für Audits

Technischer Einblick

Manager, Indexer und Dashboard laufen bei uns als All-in-one-Installation mit Docker auf einer per Terraform angelegten VM. Die Agents melden sich über die Ports 1514 und 1515; von außen sind diese nur für freigegebene Kunden-IPs offen, die Registrierung verlangt ein Passwort. Die Server-API ist nicht öffentlich erreichbar. Härtungsprüfung und Dateiintegrität laufen alle zwölf Stunden, das Systeminventar stündlich. Die Anmeldung am Dashboard erfolgt per Single Sign-on mit Microsoft Entra. Den Rollout und unsere Stolpersteine beschreiben wir im Beitrag Wazuh mit Ansible ausrollen. Was die drei Prüfungen im Einzelnen leisten, steht im Beitrag Was die drei Wazuh-Prüfungen leisten. Welche NIS-2-Pflichten Monitoring und Backup abdecken, ordnen wir in einem eigenen Beitrag ein.

Bei Containern überwacht der Agent den Docker-Host, nicht jeden einzelnen Container. Für Kubernetes gibt es eigene Bereitstellungsmodelle mit jeweils anderen Sichtbarkeitsgrenzen – das klären wir im Projekt.

Warum cloudbase.run

  • Wir betreiben Wazuh selbst – für unsere Infrastruktur und für Kunden.
  • Rollout und Konfiguration liegen als Code vor; ein neuer Server ist nach dem nächsten Lauf angebunden.
  • Kombinierbar mit TISAX-Vorbereitung, Monitoring und IT-Dokumentation.

Für wen geeignet

  • Unternehmen mit eigenen Linux- und Windows-Servern ohne zentrale Sicherheitsüberwachung
  • Firmen, die Schwachstellen- und Härtungsnachweise für TISAX, NIS-2 oder Kundenaudits brauchen
  • IT-Teams, die eine Open-Source-Lösung ohne Lizenzkosten pro Gerät suchen

Für wen nicht geeignet

  • Wer eine Sicherheitsleitstelle (SOC) sucht, die rund um die Uhr jeden einzelnen Alarm auswertet – die ist nicht Teil dieses Angebots
  • Wer einen Penetrationstest oder eine forensische Untersuchung braucht

Häufige Fragen

Ist das ein SOC?

Nein. Wazuh ist ein Werkzeug, und wir werten Alarme in unserer Servicezeit aus, nicht rund um die Uhr in einer Leitstelle. Bei schweren Sicherheitsvorfällen sind wir aber jederzeit erreichbar, auch nachts und am Wochenende.

Was passiert bei einem Sicherheitsvorfall am Wochenende?

Bei schweren Sicherheitsvorfällen sind wir rund um die Uhr erreichbar. Was als schwerer Vorfall gilt und wie schnell wir reagieren, legen wir im Vertrag fest.

Wer bekommt die Alarme?

Ihr Team, wir oder beide. Das legen wir bei der Einrichtung fest.

Werden auch Windows-Server überwacht?

Wazuh bringt einen Agent für Windows mit. Die Anbindung richten wir im Projekt ein.

Läuft Wazuh bei uns oder bei Ihnen?

Beides ist möglich. Läuft es bei uns, steht der Server in unserem Rechenzentrum in Karlsruhe.

Hilft Wazuh bei TISAX oder NIS-2?

Für technische Anforderungen wie Schwachstellenmanagement, Härtung und Protokollierung ja. Den gesamten Anforderungskatalog deckt es nicht ab.

Was kostet das?

Wazuh selbst ist Open Source. Sie bezahlen Aufbau und Betrieb, abhängig von Anzahl der Systeme und vereinbarter Betreuung.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns, wie viele Server Sie betreiben und was Sie heute über deren Sicherheitszustand wissen. Wir sagen Ihnen, wie ein Wazuh-Einsatz bei Ihnen aussehen würde.