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TISAX-Nachweise, die aus dem Betrieb entstehen.

Wir bereiten Ihre IT technisch auf ein TISAX-Assessment vor. Inventar, Berechtigungen, Änderungen, Schwachstellen und Restore-Tests werden aus den laufenden Systemen belegt, mit Datum und nachvollziehbar in Git. Das Assessment selbst führt ein zugelassener Prüfdienstleister durch.

Das Problem

Vor dem Assessment beginnt oft die Sammelarbeit: Screenshots von Firewall-Regeln, Excel-Listen mit Admin-Konten, ein Backup-Konzept von vor drei Jahren. Bis zum Audit ist die Hälfte davon veraltet. Und wenn der Auditor fragt, wer eine Änderung freigegeben hat, sucht jemand in alten E-Mails.

Hinzu kommt: Wer einen externen IT-Dienstleister hat, muss auch dessen Arbeit steuern und belegen können. Auditoren fragen gezielt danach, wie der Dienstleister bewertet, vertraglich gebunden und kontrolliert wird.

Unser Ansatz: Compliance as Code

Was sich technisch prüfen lässt, prüfen wir technisch – regelmäßig und automatisch. Konfigurationen liegen in Git, jede Änderung hat einen Merge Request mit Freigabe und Pipeline-Protokoll. Inventar, Schwachstellen und Härtungsstand kommen aus den Systemen selbst. So entsteht ein Nachweis nicht einmal vor dem Audit, sondern bei jeder Änderung neu.

Was sich nicht automatisieren lässt, bleibt sichtbar offen: Richtlinien, Schulungen, Verträge. Diese Punkte strukturieren wir mit Ihnen, statt sie hinter einem Dashboard zu verstecken.

Aus der Praxis: TISAX aus Sicht des IT-Dienstleisters

Für einen Entwicklungsdienstleister mit Kunden aus der Automobilindustrie betreiben wir Active Directory, Microsoft 365, die Windows-Notebooks und eine Linux-Entwicklungsumgebung. Für dessen TISAX-Vorbereitung haben wir ein Dienstleisterpaket erarbeitet:

  • Risikobewertung mit 20 Einzelrisiken – von kompromittierten Admin-Konten bis zu fehlender Protokollierung
  • Service Level Agreement und eigenes SLA für Sicherheitsvorfälle
  • Informationssicherheitsvereinbarung und RACI-Matrix
  • Backup- und Restore-Konzept sowie Notfallplan mit Wiederanlauf-Reihenfolge
  • Verfahren für Subdienstleister
  • Nachweisliste mit 33 Positionen, Auditfragen mit Musterantworten und Maßnahmenplan

Jede Aussage darin ist entweder mit einer Quelle belegt – einer Datei im Repository, einem Protokoll, einer Konfiguration – oder als offen markiert. Auditoren bewerten eine erkannte und eingeplante Lücke besser als eine beschönigte.

Welche Nachweise sich automatisieren lassen

Bereich Nachweis aus dem Betrieb Werkzeug
Inventar Liste der Server, VMs und Netzkomponenten mit Eigentümer NetBox, Ansible-Inventar
Änderungen Merge Request mit Freigabe, Pipeline-Protokoll, Ticket GitLab, Ticketsystem
Härtung Prüfergebnisse gegen CIS-orientierte Richtlinien je System Wazuh
Schwachstellen bekannte CVEs je System mit Datum des Funds Wazuh
Backup Status der Sicherungen, Protokolle der Restore-Tests Proxmox Backup Server, Protokollvorlage
Überwachung überwachte Systeme, Alarmregeln, Beispiel-Alarm Monitoring
Konfiguration Soll-Zustand der Server als Code, reproduzierbar Terraform, Ansible

Was Handarbeit bleibt

  • Richtlinien und Leitlinien des Informationssicherheitsmanagements
  • Risikobewertung, Freigaben und Management-Reviews
  • Schulungen und Vertraulichkeitsverpflichtungen der Mitarbeitenden
  • Verträge mit Dienstleistern und deren Bewertung
  • Physische Sicherheit von Gebäuden und Räumen

Ein TISAX-Assessment lässt sich nicht vollständig automatisieren. Ein Dashboard ersetzt kein Informationssicherheitsmanagement – es macht den technischen Teil davon belegbar.

Die Nachweiskette

Anforderungaus dem gültigen Katalog
SystemServer, Dienst, NetzZuständigbenannte Person
PrüfungWazuh, Pipeline, Restore-Test
Nachweis mit Datum
ReviewFreigabe oder AusnahmeMaßnahmebei Abweichung, mit Termin
Ablageversioniert, für das Audit abrufbar

Jeder Nachweis lässt sich so zurückverfolgen: Welche Anforderung, welches System, wer ist zuständig, wann wurde zuletzt geprüft, und wo liegt der Beleg.

So gehen wir vor

  1. Scope klären – Standorte, Systeme, Assessment-Level und Schutzbedarf. Wir arbeiten mit dem Katalog, der bei Projektbeginn gilt.
  2. Bestandsaufnahme – Welche Nachweise gibt es schon, welche fehlen, welche sind veraltet?
  3. Technische Lücken schließen – Härtung, Berechtigungen, Logging, Backup und Restore-Test.
  4. Nachweise automatisieren – Prüfungen laufen regelmäßig, Ergebnisse werden mit Datum abgelegt.
  5. Dienstleister einbinden – Risikobewertung, SLA, Sicherheitsvereinbarung und RACI, wenn wir Ihr IT-Dienstleister sind oder mit Ihrem Dienstleister zusammenarbeiten.
  6. Audit vorbereiten – Nachweisliste, Musterantworten und Maßnahmenplan für offene Punkte.

Leistungsumfang

  • Bestandsaufnahme der technischen Anforderungen
  • Härtung und Konfiguration als Code
  • Schwachstellen- und Härtungsprüfung mit Wazuh
  • Inventar in NetBox
  • Backup- und Restore-Konzept mit Testprotokoll
  • Dienstleisterpaket
  • Nachweisliste und Auditvorbereitung

Technischer Einblick

Die Konfiguration der Server liegt als Ansible-Rollen und Terraform-Module in GitLab. Änderungen laufen über Merge Requests, die Pipeline protokolliert jeden Rollout. Zugangsdaten liegen verschlüsselt in Ansible Vault bzw. einem Passwort-Tresor, nie im Klartext im Repository. Wazuh prüft die Systeme alle zwölf Stunden gegen Härtungsrichtlinien und gleicht das Softwareinventar mit bekannten Schwachstellen ab. NetBox ist die Quelle für das Inventar und für die Zuordnung der Systeme zu Kunde und Standort.

Welche Nachweise sich aus unserer Erfahrung automatisieren lassen, beschreiben wir ausführlich im Beitrag über automatisierbare TISAX-Nachweise.

TISAX® ist eine eingetragene Marke der ENX Association. Wir sind kein TISAX-Prüfdienstleister und führen keine Assessments durch.

Warum cloudbase.run

  • Wir haben ein TISAX-Dienstleisterpaket für einen Kunden selbst erarbeitet – aus Sicht des Dienstleisters, der dem Auditor Rede und Antwort stehen muss.
  • Unsere eigene Infrastruktur betreiben wir so, wie wir es empfehlen: als Code, mit Wazuh, NetBox und protokollierten Restore-Tests.
  • Wir trennen klar zwischen technischer Umsetzung und dem, was organisatorisch bei Ihnen bleibt.

Für wen geeignet

  • Zulieferer und Entwicklungsdienstleister, deren Kunden ein TISAX-Label verlangen
  • Unternehmen, die einen externen IT-Dienstleister haben und dessen Steuerung belegen müssen
  • IT-Teams, die Nachweise nicht jedes Jahr neu von Hand zusammentragen wollen

Für wen nicht geeignet

  • Wer einen Prüfdienstleister für das Assessment sucht – das sind wir nicht
  • Wer ausschließlich organisatorische ISMS-Beratung ohne technischen Anteil braucht
  • Wer ein Label ohne eigene Mitarbeit erwartet

Häufige Fragen

Kann TISAX vollständig automatisiert werden?

Nein. Technische Nachweise lassen sich automatisieren, organisatorische Anforderungen und die Prüfung selbst nicht.

Wer führt das Assessment durch?

Ein von der ENX Association zugelassener Prüfdienstleister. Wir bereiten Ihre IT technisch darauf vor.

Garantieren Sie, dass wir das Assessment bestehen?

Nein. Das Ergebnis liegt beim Prüfdienstleister. Wir sorgen dafür, dass der technische Teil belegt ist und offene Punkte mit Maßnahme und Termin benannt sind.

Arbeiten Sie auch mit unserem bestehenden IT-Dienstleister zusammen?

Ja. Wir können das Dienstleisterpaket gemeinsam mit ihm erstellen oder nur die technischen Nachweise übernehmen.

Brauchen wir dafür Wazuh?

Nicht zwingend. Wazuh erleichtert Nachweise zu Härtung und Schwachstellen. Ob es zu Ihrer Umgebung passt, klären wir in der Bestandsaufnahme.

Hilft das auch bei NIS-2?

Die technischen Maßnahmen überschneiden sich stark: Inventar, Logging, Schwachstellenmanagement, Backup. Ob Ihr Unternehmen unter NIS-2 fällt, ist eine rechtliche Frage, die wir nicht beantworten.

Was kostet die Vorbereitung?

Das hängt vom Scope ab. Nach einem ersten Gespräch erhalten Sie ein Angebot mit klar abgegrenztem Umfang.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns, welches Assessment ansteht, wann es geplant ist und wer heute Ihre IT betreut. Wir sagen Ihnen, welche technischen Nachweise fehlen und wie aufwendig es wird.