· Sascha Enke
RMM-Software oder Ansible? Was der Umstieg bei der Windows-Verwaltung wirklich bedeutet
Die Verwaltung von Windows Servern und Clients läuft in den meisten Unternehmen über ein RMM-Tool (Remote Monitoring & Management) wie Kaseya, NinjaOne oder Baramundi. Das ist praktisch. Es bedeutet aber auch eine zusätzliche, lizenzpflichtige Softwareebene, die mit jedem weiteren Server oder Arbeitsplatz mehr kostet. Wir setzen stattdessen auf Ansible und OpenSSH, die nativen Verwaltungswerkzeuge von Microsoft.
Was ein RMM-Tool zusätzlich kostet
Hersteller lizenzieren RMM-Software in aller Regel pro verwaltetem Gerät. Steigt die Anzahl der Server oder Arbeitsplätze, steigt die Lizenzrechnung mit, unabhängig davon, ob sich an der eigentlichen Infrastruktur etwas ändert. Erhöht der Hersteller zusätzlich die Preise, zahlen Sie das direkt über Ihre monatliche IT-Rechnung.
Was Ansible stattdessen macht
Ansible beschreibt Server-Konfiguration als Text statt als Klicks in einer Konsole: welche Rollen ein Server hat, welche Updates eingespielt werden, wie die Firewall konfiguriert ist. Der administrative Zugriff läuft über OpenSSH, das Microsoft seit Windows Server 2019 selbst als optionales Feature mitliefert: verschlüsselt und skriptbar, ohne grafische RDP-Sitzung. Beide Werkzeuge kosten als Verwaltungsebene nichts. Das ändert nichts an Lizenzkosten für Betriebssystem, Fachsoftware oder Backup.
Was dabei nicht verschwindet
Der Umstieg ersetzt die Verwaltungsebene, nicht die übrige Lizenzlandschaft. Windows-Lizenzen, Fachanwendungen und eine ordentliche Backup-Lösung bleiben wie gewohnt bestehen. Lesbarer Automatisierungs-Code erleichtert die Auditierung Ihrer Systeme. Er ersetzt keine formale Zertifizierung wie eine KRITIS-Prüfung.
Für wen sich das lohnt
Das Modell passt für Unternehmen mit eigenem internen IT-Team, das bereit ist, Änderungen über Git statt über eine grafische Konsole zu machen. Wer den vollständigen Betrieb an einen Dienstleister abgeben will, ist mit einer Managed Private Cloud oder Backup & Wiederherstellung besser bedient.
Wie der Umstieg konkret aussieht, inklusive der Wahl zwischen laufender Betreuung und Übergabe des Codes an Ihr Team, lesen Sie unter Windows-Infrastruktur ohne RMM-Lizenzkosten.

Geschrieben von Sascha Enke, Gründer & Geschäftsführer von Enke-iTS – über 20 Jahre Erfahrung in Infrastruktur-Architektur und Virtualisierung. Mehr über uns
