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· Sascha Enke

Backup erfolgreich, Wiederherstellung gescheitert: 7 typische Lücken

„Backup erfolgreich“ ist eine Aussage über die Sicherung – nicht darüber, ob und wie schnell sich daraus der Betrieb wiederherstellen lässt. Bei Backup-Checks finden wir immer wieder dieselben sieben Lücken. Prüfen Sie anhand dieser Liste, wo Sie selbst stehen.

1. Nur eine Sicherungsgeneration

Eine einzige Generation schützt nicht vor einem Fehler, der erst später auffällt, oder vor Ransomware, die mehrere Tage unbemerkt bleibt. Mehrere Generationen mit sinnvoller Aufbewahrung sind die Grundlage.

2. Keine Kopie außer Haus

3-2-1 heißt: 3 Kopien, 2 verschiedene Speicher, 1 davon außer Haus. Ohne eine Kopie an einem anderen Standort sind Sicherung und Original bei Brand, Diebstahl oder einem größeren Störfall gleichzeitig weg.

3. Sicherungsziel neben dem gesicherten System

Steht das Sicherungsziel im selben Raum, am selben Netz, mit denselben Zugangsdaten wie das gesicherte System, verlieren Sie im Ernstfall oft beides gleichzeitig.

4. Niemand überwacht die Sicherung selbst

Eine fehlgeschlagene Sicherung fällt nur auf, wenn sie überwacht wird – inklusive der Datenträger des Sicherungsziels. Ohne Überwachung bemerkt man eine Lücke oft erst beim Versuch, etwas zurückzuholen.

5. Schlüssel und Zugangsdaten nur auf dem Hauptsystem

Verschlüsselte Sicherungen sind sinnvoll – aber nur, wenn der Schlüssel auch verfügbar ist, wenn das Hauptsystem ausfällt. Liegt er ausschließlich dort, ist die Verschlüsselung im Ernstfall ein zusätzliches Problem.

6. Niemand weiß, wie lange eine Wiederherstellung dauert

Ohne einen getesteten Restore ist die Dauer eine Vermutung. Unsere eigenen Sicherungen testen wir nach festem Turnus und protokollieren das Ergebnis – das ist der einzige Weg, eine ehrliche Zahl zu bekommen.

7. Keine Wiederanlauf-Reihenfolge

Selbst wenn alle Daten zurückkommen: Ohne festgelegte Reihenfolge (zum Beispiel Netzwerk vor Verzeichnisdienst vor Datenbank vor Fachanwendung) wird der Wiederanlauf zur Improvisation unter Zeitdruck.


Ein Backup-Check deckt genau diese Punkte auf – inklusive einer Probe-Wiederherstellung mit gemessener Dauer, bei Bedarf auf einem Testziel in unserem Rechenzentrum. Mehr dazu unter Backup- & Wiederanlauf-Check und Backup & Wiederherstellung.

Sascha Enke, Gründer und Geschäftsführer von Enke-iTS

Geschrieben von Sascha Enke, Gründer & Geschäftsführer von Enke-iTS – über 20 Jahre Erfahrung in Infrastruktur-Architektur und Virtualisierung. Mehr über uns

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