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· Sascha Enke

Infrastructure as Code für Bestandsumgebungen: Wie wir mit Ansible und Terraform arbeiten

„Infrastructure as Code“ klingt nach einem Thema für AWS, Azure und Teams, die bei null anfangen. In der Praxis treffen wir fast immer auf das Gegenteil: einen Proxmox-Cluster, der über Jahre gewachsen ist, VMs, die mal eben über die Weboberfläche angelegt wurden, und eine Dokumentation, die seit Monaten nicht mehr stimmt. Genau für diesen Fall ist Infrastructure as Code gedacht – nicht nur für den Neuaufbau.

Zwei Wege, Infrastruktur zu beschreiben

Terraform beschreibt, welche Ressourcen existieren sollen – virtuelle Maschinen, DNS-Einträge, Zugänge – und gleicht den Ist-Zustand mit diesem Soll-Zustand ab. Ansible übernimmt danach die Konfiguration: Pakete installieren, Dienste einrichten, Updates einspielen. Weil Ansible ohne Agenten auf den Zielsystemen auskommt, lässt es sich auch auf eine bestehende, nicht ganz einheitliche Umgebung ansetzen.

Wie wir eine Bestandsumgebung abbilden

Wir fangen nicht mit einem Neuaufbau an, sondern mit einer Bestandsaufnahme: Welche Systeme laufen, wovon hängen sie ab, was ist bereits dokumentiert? Danach bilden wir Schritt für Schritt ab, ohne den Betrieb zu unterbrechen – zuerst die Ressourcen in Terraform, danach die Konfiguration in Ansible. Ein Abgleich zeigt, wo Code und laufende Umgebung noch auseinanderlaufen.

Was sich automatisch erfassen lässt – und was nicht

Nicht jede Information entsteht automatisch aus dem Code. Aus Proxmox, den Switches (per LLDP) und der Firewall lassen sich laufende VMs, IP-Adressen und Verkabelung ableiten. Zweck und Verantwortliche eines Systems, Verträge oder Geräte ohne eigene Schnittstelle bleiben Handarbeit – wir pflegen sie gemeinsam mit Ihnen und markieren unsichere Angaben, bis sie bestätigt sind.

Der Vorteil für Ihr Unternehmen

  • Nachvollziehbarkeit: Jede Änderung läuft über Git – wer, wann, warum.
  • Dokumentation, die mitwächst: Inventar und Netzplan entstehen aus der laufenden Umgebung, nicht aus einer Liste, die irgendwann veraltet.
  • Geplanter Wiederaufbau: Ein Runbook legt fest, in welcher Reihenfolge die Umgebung im Ernstfall wieder aufgebaut wird.
  • Übertragbarkeit: Der Code gehört Ihnen und lässt sich auch von einem anderen Team weiterführen.

Wir verwalten unsere eigene Infrastruktur – Proxmox-Cluster, Netzwerk, Dienste – genau so. Mehr zum Vorgehen bei gewachsenen Umgebungen unter Infrastructure as Code für Bestandsumgebungen.

Sascha Enke, Gründer und Geschäftsführer von Enke-iTS

Geschrieben von Sascha Enke, Gründer & Geschäftsführer von Enke-iTS – über 20 Jahre Erfahrung in Infrastruktur-Architektur und Virtualisierung. Mehr über uns

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