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· Sascha Enke

Proxmox statt VMware: Was sich für Entscheider wirklich ändert

Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom berichten uns viele Unternehmen von gestiegenen Lizenzkosten und geänderten Lizenzmodellen. Das ist oft der Auslöser, sich Proxmox VE als Alternative anzusehen – und eine VMware-Ablösung ernsthaft zu prüfen. Ein Wechsel ist deshalb aber nicht automatisch die richtige Entscheidung – er lohnt sich dann, wenn er geplant und mit Rückfallplan passiert.

Funktionsumfang

Proxmox vereint KVM-basierte Vollvirtualisierung und LXC-Container in einer webbasierten Oberfläche. Cluster-Management, Live-Migration und Software-defined Storage über Ceph gehören zum Standardumfang, ohne separate Lizenzmodule dafür zu benötigen.

Kostenstruktur

Proxmox selbst ist quelloffen und kostenlos nutzbar; ein optionales Support-Abonnement deckt Enterprise-Repositories und Herstellersupport ab. Das ersetzt nicht die Kosten einer Migration – Planung, Testmigration und Umstellung sind Aufwand, den man realistisch einplanen muss.

Wann sich Proxmox eignet – und wann nicht

Proxmox passt gut, wenn Sie aus der Lizenzbindung heraus wollen, Automatisierung mit Ansible oder Terraform ohnehin planen oder eine hyperkonvergente Architektur mit Ceph aufbauen möchten. Es passt nicht automatisch, wenn Sie auf bestimmte Hersteller-Features angewiesen sind, die es bei Proxmox nicht gibt, oder wenn die Migration “nebenbei”, ohne Testphase und Rückfallplan laufen soll.

Was eine Migration in der Praxis bedeutet

Eine Ablösung beginnt mit einer Bestandsaufnahme von Hosts, VMs, Storage und Abhängigkeiten, gefolgt von einer Testmigration an unkritischen Systemen. Erst danach ziehen produktive Systeme in abgestimmten Wellen um, mit einem Rückfallplan je System, bis zur Abnahme bleibt die alte VM verfügbar. Nach der Migration beschreiben wir die neue Umgebung als Code – damit sie nicht wieder zur Blackbox wird.

Wie dieser Prozess konkret abläuft, lesen Sie unter VMware-Ablösung auf Proxmox.

Sascha Enke, Gründer und Geschäftsführer von Enke-iTS

Geschrieben von Sascha Enke, Gründer & Geschäftsführer von Enke-iTS – über 20 Jahre Erfahrung in Infrastruktur-Architektur und Virtualisierung. Mehr über uns

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